Hybrid Cloud schon wieder so ein Buzzword, das viele nutzen, aber wenige wirklich verstehen. Was steckt denn nun eigentlich dahinter? Diese Frage höre ich in der letzten Zeit häufiger. Ich hoffe, ich kann im Folgenden zur Klärung beitragen. Denn aus meiner Sicht steht fest, Spoiler ;O): Hybrid Cloud kann ein echter Game-Changer und nicht der Weg in eine dauerhafte Abhängigkeit sein. Doch man muss wissen, wie das gelingt.

Bevor ich jedoch darauf eingehen was man technologisch alles mit der Technologie machen kann und inwiefern das nützlich ist oder eben nicht, klären wir doch ein paar Grundbegriffe. Wem ich dabei nichts Neues erzähle, der kann den nächsten Absatz überspringen.

H2: Hybrid Cloud mal einfach erklärt


Unter Hybrid Cloud versteht man, wie der Begriff Hybrid schon erahnen lässt, den Zusammenschluss von zwei verschiedenen IT-Technologien – die der Private Cloud und die der Public Cloud. Dabei handelt es sich um eine sehr abstrahierte Beschreibung von Rechenzentren und deren Standort. (Services klammern wir mal aus). Eine Privat Cloud ist also im Grunde genommen das eigene Rechenzentrum eines Unternehmens wie beispielsweise der bitbone AG. Auf dieses RZ hat nur die bitbone AG Zugriff, daher ist es das private Rechenzentrum oder eben die Private Cloud. Wenn wiederum ein Unternehmen wie beispielsweise Amazon Ressourcen auf seinem Rechenzentrum nach außen frei gibt und diese an potenzielle Kunden vermietet, so spricht man von einer Public Cloud – denn diese ist ja für jeden öffentlich nutzbar.

Ich kann also mein Rechenzentrum um Ressourcen eines mir fremden Rechenzentrums erweitern und habe somit ein hybrides System, mit anderen Worten eine Hybrid Cloud.

Es stellt sich dabei jedoch oft die Frage, warum ich mein kontrolliertes Umfeld, also mein eigens Rechenzentrum, verlassen oder erweitern sollte, um eine mir unbekannte und ggf. unsichere Infrastruktur. Ja, warum? – Es gibt unzählige Szenarien für die Nutzung eines Hybridsystems. Betrachten wir zunächst einmal die Vorzüge beider Welten.

Mit der Hybrid Cloud die Vorzüge beider Welten nutzen und zum Gamechanger werden lassen


Beispiel 1: Von Skalierbarkeit profitieren

Die Systeme wachsen schnell und von heute auf morgen wird in der Anwendungsentwicklung mehr Speicherplatz benötigt. Die Entwickler werden unruhig, drei Wochen auf eine neue Testmaschine warten, ist für sie keine Option. Und genau in diesem Moment wird die Hybrid Cloud zum Game-Changer. Mit einem Klick können in der Hybrid Cloud neue Ressourcen hinzugezogen werden. Geschwindigkeit und Skalierbarkeit begeistern die Entwickler. Genauso schnell und einfach können die Cloud Ressourcen auch wieder reduziert werden, sobald der Bedarf sinkt. Bezahlt wird am Ende nur für die tatsächliche Nutzung der zusätzlichen Kapazität.

Beispiel 2: Von Robustheit & Agilität profitieren

Der Zugriff auf das eigene IT-Netzwerk kann schon mal hängen. Das ist unschön, aber kommt vor.

Und zack, wieder kann die Hybrid Cloud zum Game-Changer werden, wenn ein Spiegel der eigenen IT in der Public Cloud betrieben wird. Das ist natürlich auch umgekehrt möglich: Wenn die Internetleitung wegbricht, geht die Arbeit über die interne IT-Infrastruktur weiter.

Die Möglichkeiten, die sich durch eine Hybrid Cloud Strategie ergeben, sind schier unbegrenzt

und die Vorteile der Hybrid Cloud wie Skalierbarkeit, Robustheit und Agilität sind definitiv ein Gamechanger. Aber was gibt es zu beachten, um nicht in eine ungewollte Abhängigkeit zu gelangen?

Mit der Hybrid Cloud das Tor zur Sklaverei umgehen


  • Sensible Daten im eigenen Unternehmen belassen: Denn sollte sichergestellt sein, wer und wie Zugriff darauf hat.
  • Unabhängigkeit bewahren:Gerade im Bereich der Platform-as-a-Service (PaaS) Angebote sollten man aufpassen und sich darüber bewusst sein, dass man sich dabei in eine Abhängigkeit, den so genannten Vendor-login, begibt. Um das zu vermeiden, wählt man am besten Softwarelösungen, die sich auf allen Infrastrukturen gleich installieren und betreiben lassen. So steht einem Cloud-Exit oder einer Cloud-Migration nichts im Weg.
  • Kosten im Blick behalten: Extra-Services können diese schnell in die Höhe treiben. Wer sich vorher schlau macht, erlebt keine bösen Überraschungen.

Ergo: Wer gut überlegt und strategisch an die Nutzung von Cloud-Lösungen geht, wird von den Vorteilern der Hybrid Cloud profitieren und das Tor zur Sklaverei geschlossen halten.

Sie wollen mehr über das Thema Hybrid Cloud erfahren und sich mit Marius Fehlemann über die Vor- und Nachteile austauschen?
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Über den Autor:


Marius Fehlemann, bitbone AG_ Experte für Cloud Infrastrukturen

Marius Fehlemann
Enterprise Open Solutions Expert
T: +49 931 250993-149
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