Digitale Souveränität ist gerade in aller Munde. Geopolitische Spannungen, wachsende Cloud-Abhängigkeiten, KI-Modelle aus wenigen Händen – plötzlich will jedes Unternehmen unabhängig sein. Nur: Was heißt das eigentlich?
Dieser Frage bin ich in meinem Kommentar für it-daily nachgegangen. Meine These: Echte digitale Souveränität gibt es für die allermeisten Unternehmen nicht. Souverän wäre nur, wer die komplette IT-Infrastruktur selbst betreibt, eigene Anwendungen programmiert und supportet. Das trifft auf kaum jemanden zu – und auch der Umzug in eine europäische Cloud löst das Dilemma nur zum Teil. Es bleibt der Server eines Dienstleisters.
Das klingt ernüchternd, ist aber der Ausgangspunkt für etwas Brauchbareres: digitale Wahlfreiheit. Also die bewusste Entscheidung für oder gegen eine Technologie, ohne durch bestehende Verträge oder technische Abhängigkeiten gezwungen zu sein. Ein US-Cloud-Service muss nicht per se raus – aber das Nutzen-Risiko-Verhältnis gehört auf den Tisch. Oft führt allein das schon zu besseren Verträgen mit Exit-Klauseln oder dazu, dass sensible Bereiche herausgelöst und anders gesourct werden.
Im Artikel beschreibe ich außerdem vier strategische Ansätze, wie insbesondere Mittelständler ihre IT-Abhängigkeiten Schritt für Schritt reduzieren – von der eigenen Vision über einen mittelfristigen Fahrplan bis zur maßvollen Umsetzung.
Den vollständigen Kommentar lesen Sie bei it-daily.
Sebastian Scheuring, Vorstand der bitbone AG