Eine Alternative aus der Open Source Welt

Es gibt immer wieder gute Gründe sich die langfristigen Rahmenbedingungen des Einsatzes von Outlook bewusst zu machen. Ein Grund sind die unlängst im April veröffentlichten Resultate der Recherche eines internationalen Journalisten-Team zu „Europas fataler Abhängigkeit von Microsoft„. Das neunköpfige Team von Journalisten aus verschiedenen Ländern –  „Investigate Europe“ sorgte mit dem umfangreichen Bericht für Aufsehen. Doch nicht nur im staatlichen Sektor wird bei der internen IT auf Microsoft gesetzt. Auch im Unternehmensbereich kommen selten Alternativen zum Einsatz.  

Andreas Rösler, Kopano schreibt in seinem Blogartikel von der „Hörigkeit“ der Microsoft-Nutzer. Die Anzahl der Menschen, die nicht alltäglich mit Software aus dem Haus Microsoft arbeiten ist verschwindend gering. Das beginnt im privaten Gebrauch: Die meisten gekauften PCs werden mit vorinstallierten Windows- und Microsoft-Programmen geliefert. Die Vertrautheit der Privatpersonen mit der Software bietet Unternehmen und Verwaltungen zunächst Vorzüge, da Mitarbeiter nicht für die Verwendung ihres Arbeitsgerätes geschult werden müssen.

Die Evolution von Outlook wird seit langem von Kopano (früher Zarafa) begleitet. Im Gegensatz zu Microsoft Exchange, was zwingend Microsoft ActiveDirectory erfordert (das wiederum einen Microsoft Windows Server voraussetzt) ist Kopano offen für OpenLDAP, Novells eDirectory und weitere Benutzerverzeichnisse, die sich an den offenen LDAPv3-Standard halten, also auch Microsoft ActiveDirectory. Dennoch blieb Microsoft Outlook der führende Client für Kopano. Kaum jemand verwendet etwas anderes. Wer eine Alternative zu Microsoft Office sucht, der findet in LibreOffice, OpenOffice und SoftMaker Office Programme, deren Oberfläche zwar etwas anders aussieht, aber dennoch die gleichen Funktionen aufweist.

Doch mit welcher anderen Software als Microsoft Outlook lassen sich E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte einfach und effizient verwalten?

Mit Outlook 2010 wurde der Weg von Microsoft besonders deutlich: Es entstanden feste Abhängigkeiten von Microsoft Exchange in elementaren Grundfunktionen. Während bei der Installation von früheren Outlook Versionen noch abgefragt wurde, ob man Exchange, Lotus Notes, Groupwise, POP3/IMAP oder einen anderen Mailserver besitzt, kann man nun nur noch zwischen Office365 und Exchange – beide aus dem Hause Microsoft – wählen. Der Einsatz von Outlook für andere Groupware wird dadurch deutlich eingeschränkt. Zarafa entwickelte mit Kopano eine Alternative, die auf eine Anbindung  z.B. eigener Clients, wie der DeskApp und der WebApp setzt.

Kopano, die Sharing- & Communication Lösung

Zusammenarbeit, Kontrolle und Produktivität

kopano LogoDie Kopano WebApp umfasst alle vertrauten E-Mail-, Terminplaner- und Kontaktfunktionen, die auch von Microsoft Outlook zur Verfügung gestellt werden. Auch mobile Geräte lassen sich mit Kopano synchronisieren, so dass wichtige Informationen auch unterwegs abgerufen werden können.

Die Kopano DeskApp dient als Brücke zwischen WebApp und Desktop und ermöglicht so Funktionen, die bei einer Webanwendung im Browser nicht möglich sind. Dazu zählen z.B. die Einrichtung als Standard-E-Mail-Client oder die Integration in ein Dateisystem, um Dateien jeglicher Art als Anhang zu versenden. Die DeskApp lässt sich auf allen gängigen Betriebssystemen installieren: Windows, Mac und einige Linux-Distributionen. Sie unterstützt NTLM und Kerberos, um Single Sign-on zu ermöglichen.

Der bedeutende Unterschied zwischen Microsoft und Kopano ist die Tatsache, dass Kopano eine hundertprozentige Open Source Lösung ist. Der Quellcode kann überprüft werden und so können eventuelle Schwachstellen hinsichtlich Security oder Kompatibilität von der Community entdeckt werden. Nicht zuletzt bildet es auch die Basis für Innovationen – so begann z.B. die Files-Integration der DeskApp als Community-Add-On.

Weitere Informationen zu Kopano finden Sie auf der dazugehörigen Produktseite.

Der Schritt in Richtung Open Source

E-Mails zählen zu den wichtigsten Kommunikationsmedien in Unternehmen. Anwender lesen und beantworten Ihre Mails heute oftmals auf Mobilgeräten über ActiveSync. Zusätzlich werden in Unternehmen auch immer häufiger Apple-Geräte verwendet. Wohin wird sich Outlook bewegen? Bleibt es der „allumfassende“ Client? Microsoft selbst bietet mit Mail und Kalender (Bestandteile des Betriebssystems Windows 10) Alternativen zu Outlook.

Microsoft stellt mit Teams eine Chat-Umgebung, die private und Teamchats für Unternehmen ermöglicht zur Verfügung. Mit Skype for Business von Microsoft können nicht nur Chatnachrichten ausgetauscht werden, sondern auch Audio-, Video und Webkonferenzen abgehalten werden. Beide Dienste sind in den Microsoft Office 365 Business Premium und Essential Versionen integriert. Teams und Skype for Business sind jedoch eigene Tools und nicht mit Outlook verbunden. Kopano Webmeetings bietet ähnliche Funktionen, wie die beiden Microsoft Produkte und ist direkt in der Oberfläche der Sharing- & Communication Lösung integriert. Auch die dahinstehende Infrastruktur ist weniger komplex und günstiger, als im Microsoft Umfeld.

Gerne beraten wir Sie, falls Sie einen Wechsel von Microsoft hin zu einer Open Source Lösung in Erwägung ziehen. Oftmals verpflichten auch die Hersteller anderer Lösungen, wie z.B TAPI oder CRM Anwender dazu, Outlook besser zu integrieren. Auch in diesem Bereich finden sich alternative Lösungen, zu denen wir Ihnen gerne bei Interesse unsere Unterstützung anbieten. 


Über die Autoren:

Marie-Christin Flöhl

Marie-Christin Flöhl untersützt das Marketing Team der bitbone AG seit Mai 2016. Ihre Themenschwerpunkte umfassen das redaktionelle Marketing, Content und PR. Sie hat an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg Germanistik studiert.

Sebastian Scheuring

Sebastian Scheuring war der erste feste Technikmitarbeiter als die bitbone AG 2001 gegründet wurde. Als erster Mitarbeiter nach den Gründern wurde er schnell mit der technischen Leitung betraut und ist seit 2004 Mitglied im Vorstand. Drei Jahre später umfasste seine Verantwortung als Vorstand nicht mehr nur den technischen Bereich, dennoch hat er den Fokus in die Technik nie verloren. Sein Herz schlägt besonders für die IT-Security, als auch für die Linux Infrastruktur Technologien.


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